
Hallo! Wir, 2 attraktive Kühe aus dem GS Stall waren im Bildungsurlaub in Schottland.
Meine Freundin eine lila und ich eine graue Kuh. Unsere Tanköffner haben uns
dazu mit viel Gepäck und einem TomTom versehen. Aber nun mal ganz von vorne.
Alles begann am:
Dienstag 3.6.08 0km
Um
11:00 waren unsere Tanköffner fertig mit dem verstauen des Gepäcks. Trotz 4
Koffer, einer Rolle und einem Rucksack war es mal wieder knapp. OK – man hätte
die Koffer noch ausziehen können.

Die erste Station war der freundliche BMW Händler,
da meiner Kofferhalterung ein Kunststoffplättchen verloren gegangen war. Der Händler
baute kurz entschlossen an einer neuen Q eins ab. Toller Service. So gut gerüstet ging es
dann um 11:30 auf die Bahn Richtung Ijmuiden (Amsterdam). Ein kurzer Stopp in Kleve in
einem amerikanischen Restaurant zum Verschnaufen und weiter. Das Wetter war gut bis kurz
vor Amsterdam. Dann folgten 2 heftigen Regenschauer, und dann war es wieder gut.
Wir kamen an der Fähre um 14:50 also 10 vor Check-in an. Was für ein Timing. Da die
endgültige Kaperzeit erst um 17:00 war hatten wir noch Zeit uns mit einigen anderen
Kühen zu unterhalten. Auf der Fähre wurden wir im inneren festgebunden, und haben so
von der Überfahrt nichts mitbekommen

Unsere Tanköffner erzählten nur, dass sie einen überteuerten Kaffee für 6.60€
getrunken haben und nach dem Verzehr der mitgeführten Leckereien wie
Salzstangen, Schokolade und Wein in die Kojen gegangen sind. Diese kann man in
einer 2 Bett Innenkajüte so nennen, da sie sehr kurz, klein und übereinander
sind.

In der Nacht, so gegen 24:00 sind sie nochmals an die Luft gegangen, und haben in
der Navigator Bar eine gute Live Band gehört, um dann nach 3 Bier zu je 4,95€
um 2:30 zurück ins Bett zu fallen.
Mittwoch 4.6.08 283km
Gegen 7:30 ertönt eine freundliche englisch holländische Durchsage, man möge
sein Frühstück nicht verpassen, da bereits in 2,5 Stunden die Fähre anlegen
sollte.

Nach langer Wartezeit incl. Gesichtskontrolle der Tanköffner beim Zoll wurden wir endlich auf der linken Seite auf England losgelassen.
Immer Richtung Westen, entlang der Überreste des
Hadrian Walls.
Links ist schon etwas komisch, besonderst beim Rechtsabbiegen.
Aber eigentlich kein Problem. Die ersten Kilometer waren geprägt von leichten Hügeln und normalen Strassen.
Plötzlich das „Scotland welcomes you“ Schild, und schon wurde alles schöner.

Die Strassen wurden schmaler und die Hügel wurden höher. Das war der erste Vorgeschmack auf die
Highlands. Super schön.

Wir fuhren durch
Gretna Green, wo bis 1969 selbst Minderjährige (auch Ausländer)
ohne Erlaubnis der Erziehungsberechtigten vom Dorfschmied getraut werden konnten.
Heute heiraten dort noch viele Menschen, auch gerade als wir dort waren.
Nach der Besichtigung des
Schlosses Drumlanrig von außen stießen wir zum ersten Mal auf die Highlands.

Nun mal ein Kompliment an den TomTom, der immer wieder schöne
Back-Roads gefunden hat. Diese hatten meistens nur die Breite eines
Autos, und waren sehr, sehr einsam. Man hatte selten Gegenverkehr, dem man nur
in Ausweichbuchten, sogenannte Passing Places begegnen sollte.

Auf solch einer Straße überquerten wir den
Wanlockhead Pass, mit einer wunderschönen Aussicht und schönen Kurven.
So sahen wir auch zum erstenmal gelbe ginsterbedeckte Hügel, Täler voller gelber Butterblumen und das Hochland
mit dem zarten Lila der blühenden Heide bis zum Horizont. Hinter dem Ort
Lanark hielten unsere Tanköffner für die Nacht an einem B&B an.

Sie entsattelten uns, wie auch in den folgenden Tagen, und verschwanden im Haus.
Wir hörten, dass es dort einen chinesischen Lieferservice gab, den die netten
Vermieter empfohlen hatten.
Donnerstag 5.6.08 833km
Nachdem unsere Tanköffner gefrühstückt haben (kontinentales Frühstück: Cornflakes, Obst, Kaffee, Toast, Marmelade)
ging es um 9:30 endlich wieder los. Das Wetter war zwar bedeckt, aber es regnete nicht.
Die Temperatur lag bei angenehmen 17° C. Erst Richtung Norden zwischen Glasgow und Edinburgh durch.
Die Befürchtung, dass es auf diesem Weg nur große Orte und große Straßen geben würde, löste sich bald in Wohlgefallen
und in schönen kleinen Straßen auf. Vorbei an der
Glengoyn Distillery mit dem typischen „
Angel Share“
Duft erreichten wir den ersten See.
Loch Lomond, der meistbesungenen und größten See Schottlands.

Wir fuhren erste das Ostufer entlang, bis zu einem
Deadend, und dann am Ostufer entlang bis zum Loch Fyne der eigentlich ein Fjord ist. Dort besuchten wir Inveraray, eine Touristen Stadt mit einem
Schloss einem Dreimaster-Segelschiff und einem historischen Gefängnis.
Am Loch Awe in
Kilchurn standen eine Schlossruine
und eine wunderschöne Kirche, die man von innen besichtigen konnte.

In
Taynuild sind wir dann Richtung Oban wieder auf eine Single Track abgebogen, der uns durch die Berge führte.

In
North Ballachulish fanden unsere Tanköffner ein schönes B&B (20 Pfund)
mit einer deutschen Gastgeberin und Blick auf das
Loch Linnhe.

Abends gingen sie dann noch zu Fuß in eine Public Bar um endlich ein Guinness zu
trinken. Die Tanköffnerin meiner Freundin hat es mal mit
Strongbow probiert, was so eine Art starker Cidre ist, und
Kopfschmerzen macht. Man, das gab den ganzen Tag Gejammer.
Freitag 6.6.08 1134km
Morgens, bei ca. 16°C, die Sonne schaut ab und zu durch die Wolken, aber es regnet
nicht, geht es wieder auf die linke Seite Richtung nach Loch Ness, über Fort
Williams, vorbei am Ben Nevis,
dem höchsten Berg Großbritanniens, Fort Augustus>
und Inverlochy Castle. Wir haben Nessy gesehen.
Zwar nur in Touristen Shops, aber immerhin.

Über Invermoriston ging der Weg wieder
über super Sträßchen zum Eilean
Donan Castle.

Dieses Schloss wurde für den Film der Highlander
genutzt. Wir hatten eine andere Vorstellung davon, da wir an die Ruine im Film
dachten, es aber das Heimatschloss von Duncan
Mcleod ist. Hier sind wir von einer Horde Asiaten bewundert und fotografiert
worden. So schöne Kühe hatten die noch nie gesehen. Vielleicht sollte ich meine
Freundin bei „Germany’s next Top Model“ anmelden. Von dort aus sind wir weiter
auf die Insel Isle of Skye die zu
den inneren Hebriden gehört, über die Brücke bei
Kyle of Lochalsh gefahren. Die Insel ist ein einziger Traum.

Bie schönem Wetter ging es über Drynoch
zum Dunvegan Castle, und wieder in
den Norden nach Kilmaluac. Über die
Hochebenen zu fahren macht einfach Spaß, und bei 13° hat man auch genug
Sauerstoff im Zylinder um mal richtig durchzuatmen.

Ein kleiner Abstecher zum Kilt Rock View,
eine tolle Klippe und dem Old Man of
Store eine 60m hohe Felsnadel im Gebirge. Leider haben wir den Wasserfall,
der dort in der Nähe sein sollte, verpasst.

Nachmittags wurde das Wetter etwas schlechter und es regnete leicht, aber abends war es
wieder schön und fast 20°C. In einem B&B(30Pfund) in
Portree, der größten Stadt auf der Insel, hielten wir für die Nacht.

Samstag 7.6.08 1526km
Wieder um 9:30 auf Tour. Meine Freundin und ich träumen immer noch von den Sigle
Tracks auf der Insel Isle of Skye.
Aber wir wurden auch Heute nicht enttäuscht. Es sollte noch besser werden. Erst
befuhren wir einen Single Track nach Otter Heaven, wo wir einige Otter sahen.

Von dort aus wollten wir die Fähre zum Festland nehmen. (Ich meine hier Schottland). Aber sie hatte einen Ruderschaden, und wir haben vergeblich gewartet. Also zurück über die Brücke bei Kyle of Lochalsh. Bei Plockton, wo Palmen am Strand stehen, fuhren wir Richtung Applecross über den Belach na Ba Pass

Strahlender Sonnenschein 21°C, und eine super schöne schmale Straße die sich immer höher zieht, um von einem Plateau mit unglaublich schönem Fernblick sich wieder allmählich in die Tiefe zu schlängeln. Einsamkeit pur. Es ist einfach beeindruckend still hier. Der Wind weht frisch und riecht intensiv nach Salz und Heide. Was für ein Pass. Man kann ihn leider gar nicht richtig beschreiben. Ich denke den muss man einfach mal gesehen, oder besser gesagt, gefahren haben. In Applecross entschieden sich unsere Tanköffner für den Wester Ross Coastal Trail

Auf dem hat die Tanköffnerin meiner Freundin, nachdem sie vergessen hatte ihre
Tasche zu zumachen, alles Mögliche verloren. Fast alles wurde nach kurzer Suche
wieder gefunden, bis auf eine Bürste. Auf ihrer Brille konnte man noch
Reifenspuren sehen. Aber mit einer Zange und etwas Klebestreifen, konnte sie
wieder zum Durchschauen genutzt werden. Der Weg führte uns über schöne Trails
bis nach Gairloch.

In Inverewe wurde wieder ein B&B (30 Pfund), diesmal mit vier Sterne Zimmer und einem Stern für den Parkplatz (grober Schotter) gefunden

Abends haben unsere Tanköffner noch nobel in einem Restaurant diniert.
Sonntag 8.6.08 1782km
Der Himmel ist bedeckt uns es sind ca. 13°C, und ca. 1km weiter halten wir schon wieder. Inverewe Garden ist einer der nördlichsten botanischen Gärten der Welt. Durch seine Lage am warmen Golfstrom der Nordwestküste Schottlands, kann er mit einer für die Breite völlig untypischen und vielfältigen Bepflanzung aufwarten

Als
wir vom Parkplatz führen, wurden wir gefilmt, und abends sahen wir uns zufällig
im Schottischen Fernsehen bei einem Beitrag über diesen Garten. Hihi – wir sind
TV-Stars. Dann weiter auf einer Schnellstraße nach
Ullapool

Unterwegs
sahen wir einen See-Adler. Das Wetter wurde wieder besser, bis zu 19°C und kein
Regen. Von dort aus ging es wieder über Single Trails Richtung
Thurso. Kleine Straßen so weit das Auge reicht, bis hin zu 25 Meilen Feldweg nach Altnaharra auf dem uns die ganze Zeit niemand entgegen gekommen ist

Da
wir ja aus dem GS-Stall sind, macht so etwas richtig Spaß. Irgendwo später
sind wir mitten durch einen Bienenschwarm gefahren. Das war nicht wirklich
witzig. Alles klebte und die kleinen Biester taten einem auch ganz schön leid.
Es waren bestimmt 40 Stück auf uns geprasselt. Angekommen in
Thurso hatten wir schon richtig Durst.
Aber trotzdem es Sonntag war, gab es noch etwas an der Tankstelle für uns

In
einem B&B mit Parkplatz hinter dem Haus haben unsere Tanköffner den Tag
beschlossen
Montag 9.6.08 2144km
Heute
haben wir die Highlands verlassen und fuhren der Küste entlang Richtung
Inverness. Die an der Straße liegenden Schlösser haben wir uns nur kurz angeschaut. Unter anderem das „Queen Mum“ Schloss Castle of Mey, in dem die Königin Elizabeth von 1955 bis 2001 ihren Sommerurlaub verbrachte. Bei dieser herrlichen Aussicht kann man sie gut verstehen

Einige Schlösser weiter stießen wir auf den Ackergill Tower, ein schönes altes Schloss mit einer langen baumgesäumter Auffahrt, eigenem keinem Anleger am Meer und einer gehissten USA Flagge. Wer das wohl angemietet hat?

Ein
kurzer Regenschauer ließ unsere Tanköffner zu einem kurzen Mittagessen rasten.
Als sie fertig waren hatte es auf aufgehört zu regnen, aber ab nun hatten wir
extremen böigen Wind, sodass wir zum Teil mit Schräglage geradeaus fahren konnten

Die Straße war eher langweilig, da viel Verkehr herrschte. Nur die von Grasbüscheln bewachsenen dünenähnlichen Hügel am Straßenrand haben die Fahrt etwas aufgelockert. Das an ein französisches Schloss erinnernde Dunrobin Castle, das Schloss und der Sitz der Familie des Duke of Sutherland, ist mit 189 Zimmern das größte Wohngebäude in den nördlichen Highlands>. Der Garten des Schlosses ist den Anlagen in Versailles nachempfunden

In Inverness angekommen suchten unsere Tanköffner direkt ein B&B, die waren ganz schön fertig vom Wind. Mitten in der Stadt mit Parkplatz hinterm Haus haben sie dann eins bei einer alten schrulligen Dame gefunden. Die hatte tausend Zettel an die Wände geklebt, auf denen alle Verhaltensregeln handschriftlich notiert waren. "Kein Duschen nach dem Frühstück", "Dusch Armaturen nicht verstellen", ""Bücher wieder zurücklegen", "Keine Wäsche waschen" usw

Ein
abendlicher Spatziergang führte unsere Tanköffner durch die Stadt
Dienstag 10.6.08 2366km
Los geht es im Nieselregen Richtung Pitchlochry. Völlig unspektakulär auf normalen Straßen. Vorbei an Schlössern, bei denen man schon für das Fotografieren bezahlen muss. Brodie Castle war die erste Station

Dort steht Rodney's Stone, eine piktische Stele, also eine Grabstein Säule der Pikten (5-9 Jahrhundert)

Pikten
ist der römische Name für Stämme in Schottland. Der Name wird auf die Sitte,
sich mit blauer Farbe zu tätowieren, zurückgeführt

Das
gefundene B&B war hübsch. Ein Abendessen bei Subways und bei einem Spaziergag zu
einem Staudamm bei dem man eine Lachstreppe bewundern konnte. Dort konnte man durch Glasscheiben,
wie in einem Aquarium, schauen, und einen recht großen Lachs bewundern, der sich jedoch
nicht recht entschließen konnte durch die Röhren weiter flussaufwärts zu schwimmen.
Es gab dort sogar einen elektronischen Lachszähler

Auf
dem Rückweg kauften die beiden noch ein Bier mit 7.3% Alkohol. Abends
schwächelte mein Fahrer etwas, und bekam Halsschmerzen und etwas Fieber. Aber
Schwitzen hilft immer
Mittwoch 11.6.08 2564km
Bei
Temperaturen zwischen 7 und 12°C geht es dem
Single Malt Trail entgegen. Diesmal sind die Wege auch wieder
besser

Der Devils Elbow Pass war zwar kalt, aber sah durch die tief hängenden Wolken auch recht bedrohlich und eindrucksvoll aus. Selbst im Regen durch eine solche Landschaft zu fahren ist ein einmaliges Erlebnis, wenn die Kleidung der Tanköffner dicht ist. (gelobt sei die BMW-Kluft) Auf einem Single Trail ist meine Freundin fast von einem Haus überfahren worden. Der mit Sattelschlepper-Fahrer hatte uns wohl glatt übersehen. Ich konnte mich in eine Ausweichbucht (Passing Place) retten, und meine Freundin ist durch den Graben gefahren. Drehmoment sei Dank ist nichts passiert. Geschwindigkeit stabilisiert!

Ein
schönes Schloss, Braemar Castel, welches leider
geschlossen war, lag direkt am Weg. Unsere heutige Reise endete in
Dufftown, der Hauptstadt des Malt Whiskys,
in der unsere Tanköffner ein nettes B&B gefunden haben.
Auf dem Hof haben wir eine 1150 GS Adventure getroffen, die viel über Ihre Reisen
bis Marokko erzählt hat

Andy,
ihr Tanköffner hat meinen Tanköffnern auch so manche Tipps für die Gegend
gegeben, woraufhin sie dann erstmal die Destille
Glenfiddich besucht haben

Ihren
Gesichtern zufolge muss es toll gewesen sein. Die Führung hat nichts gekostet
und wurde für die deutsche Gruppe (nur unsere Tankfüller) von einer Deutschen gehalten
Donnerstag 12.6.08 2734km
Unsere
Tanköffner beschlossen eine weitere Nacht in
Dufftown zu bleiben, und die Touren Tipps von Andy zu erfahren.
Ausschlaggebend war wohl auch der super Fruchtsalat am Morgen. Also ging es bei
10°C los über traumhafte Back Roads
zu einem keinen Loch mit einer Insel, auf der eine Schlossruine stand

Die
Fahrt dorthin über das Hochmoor, mit dieser unglaublichen Stille und den dunklen
Wolken am Himmel war schon ein Erlebnis. Unterwegs sahen wir auch ein Lager,
auf dem unzählige alte Fässer gelagert wurden. Unglaublich.
Glenfiddich nutzt für seinen Whisky alte
Cherry und Bourbon Fässer zur Reifung

Der
Rückweg brachte uns an verschiedensten Distillen vorbei:
Chivas Brothers, Chivas Regal, Johnny Walker, Glen Grant usw. Unterwegs sind
wir auf das Castle Grant gestoßen

Der
Name Grant begegnet einem in der
Gegend wirklich oft. Es scheit der hiesige Landadel zu sein. Auf dem Weg
haben wir einen stattlichen schwarzen Bullen gesehen

Da
die Tanköffnerin meiner Freundin nun schwächelte war der Tag bereits nach 170
km vorbei. Die beiden kauften 2 Flaschen Bier,
Hobgoblin mit 5.2% und Lia
Fail mit 4.7% Alkohol. Beide waren super leckere lokale Biere, sagten sie

Sollte
man probiert haben. Es gibt dort auch eines das
Skull Splitter mit 8.5% Alkohol heißt. Aber auch wohl dem Namen entsprechend
schmeckt
Freitag 13.6.08 2907km
Nach
einer fast ruhigen Nacht, wir haben das Husten unserer Tanköffner im Hof hören
können, geht es gemütlich weiter Richtung Osten. Irgendwie ist diese Gegend
nicht mehr so toll wie der Westen der Highlands, wir hätten hier anfangen
sollen, um uns nach Westen zu steigern. Aber auf mich hört ja keiner

Das
Wetter hat auch etwas nachgelassen, deshalb wird es wieder ein kurzer Trip.
Vorbei an einem Toll House das
früher Wegezoll entgegen nahm und sechseckig wie einige alte englische Münzen
war

Das
Frazer Castle und der in der Nähe
liegende Whitehill Stone Circles lagen
auf dem Weg. Der zum Schloss gehörende Park war extrem gepflegt, und mit
wunderschön gewachsenen großen Bäumen übersäht. Das Highlight war das
Dunnottar Castle, dessen Reiz vor allem
in seiner malerischen Lage liegt

Es
wurde auf einem, nur durch einen steilen Pfad mit dem Festland verbundenen
Felsen in der Nordsee erbaut. In Kirrimuir
haben sie ein Farmhaus B&B gefunden. Malerisch mit einer weißen Kieseinfahrt und
englischem Rasen umgeben. Dort gab es nur eine Badewanne, keine Dusche. In der
Wanne fragten sich unsere Tanköffner wie man sich wohl am besten die Haare
ausspült, wenn es nur einen Hahn für heißes und einen für kaltes Wasser gibt.
Lösung: Zahnputzbecher unter kaltes, dann heißes Wasser und dann über den Kopf

Abends
beschlossen Sie die Rückfahrt mit der Fähre von Donnerstag auf Sonntag
vorzuverlegen. Das war einfacher als gedacht. In Deutschland angerufen und
fertig – absolut problemlos – toll
Samstag 14.6.08 3139km
Morgens
ging es im Niesellegen weiter. Als erstes Schloss erreichten wir Glamis Castel.
Ein Schloss in der Nähe der Ortschaft Glamis in Angus

Es
ist Wohnsitz des Earls und der Countess
of Strathmore, die es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Elizabeth Bowes-Lyon,
besser bekannt als „Queen Mum“, verbrachte hier ihre Kindheit, und ihre Tochter Prinzessin
Margaret wurde hier geboren. Ein Bild des Schlosses ist auf der Zehn-Pfund-Note
der Royal Bank of Scotland abgebildet. Gemeinsam mit den Schlösser Muchalls Castle und
Craigievar House werden sie als die edelsten in ganz Schottland betrachtet. Das Schloss
findet sich in zahlreichen Sagen wieder und hat, will man örtlichen Legenden glauben, mehr dunkle
Geheimnisse als jedes andere Schloss im Vereinigten Königreich

Stirling Castle spielte aufgrund seiner
strategisch günstigen Lage am Fluss Forth
eine wichtige Rolle in der Geschichte Schottlands, und wurde mindestens 16 mal
belagert oder angegriffen. Von etwa 1100 bis 1685 war
Stirling Castle eine der Hauptresidenzen
der schottischen Könige

Viel zu sehen war jedoch nicht, da die Eintrittspreise mal wieder astronomisch
waren. In Edinburgh wollten unsere Reiter
sich das Schloss zeigen lassen. Aber leider hatte hier das TomTom einige
Meinungsverschiedenheiten mit den einheimischen Taxi- und Busfahrern. Die meinten,
dass die Straße, bzw. die Innenstadt nur für sie sei. Aber nicht mit uns. Wir haben
dann aber doch irgendwann aufgegeben und sind wieder stadtauswärts in den Regen
gefahren
Als
wir dann endlich nass waren, haben unsere Tanköffner in der keinen Stadt
Galashiels ein B&B gefunden
Abends sind sie dann in den Pub The Ladhope Inn
gegangen, wo es später sehr munter zuging. Sie haben sich mit
Malcolm und Monky angefreundet, die sogar noch ein Dudelsack-Konzert im Hof
organisiert haben. Der Spieler im Kilt war zwar komplett betrunken, aber
spielte wie ein junger Gott. Man konnte es bis zur Garage in der wir nächtigen
durften, hören. Mein Tanköffner hat sogar auch einen Ton, der zugegeben etwas
kläglich klang, dem Dudelsack entlockt.

Es war wohl ein sehr feuchtfröhlicher Abschied von Schottland. (PS: Schotten kann
man oft schlecht verstehen, betrunkene Schotten gar nicht)
Sonntag 15.6.08 3409km
Am Morgen fuhren wir nur noch Richtung Fähre, vorbei an der
Melrose Abbey und der Jedburgh
Abbey und erreichten so wieder die Schottisch-Englische Grenze, von der aus
man einen Super Panorama Blick hat

Dort spielte ein Dudelsack Spieler um den Abschied von Schottland noch
melancholischer zu gestalten

In Newcastle am Hafen angekommen,
mussten unsere Tanköffner erst mal die Umbuchungsgebühr bezahlen, was sich als
etwas schwierig darstellte, da keiner wusste wo. Aber Ende gut alles gut, man
konnte es direkt am Check-in Schalter zahlen. Auf der Fähre wurden wir wieder
festgebunden

Diesmal
war es auch nötig, da die Fähre die ganze Nacht über sehr schlingerte
Montag 16.6.08 3843km
Der Weg vom Anlegeplatz der Fähre um 10:00 in Ijmuiden nach Hause war, nach einem Frühstück bei MC Donalds in
Amsterdam, reine Routine. Zurück in Monheim hieß es nur Absatteln, in der Garage schlafen und später waschen. Das haben wir uns verdient. Wir sahen wirklich schrecklich aus von den staubigen Straßen in Schottland
Hier die Stationen unserer Tour:
1. Newcastle
2. Gretna Green
3. Dumfries, Galloway
4. Drumlanrig St, Dumfries
5. Wanlockhead
6. New Lanark
7. Tayside
8. Loch Lomond
9. Tarbet
10. Inveraray
11. Oban
12. Fionnphort
13. Fort William
14. Inverlochy Castle
15. Fort Augustus
16. Loch Ness
17. Eliean Donan Castle
18. Sligachan
19. Dunvegan Castle
20. Kylhera, Otter Heaven
21. Plockton
22. Applecross
23. Loch Maree
24. Gairloch
25. Inverewe Garden
26. Ullapool
27. Durness
28. Altnaharra
29. Thurso
30. Helmsdale
31. Dunrobin Castle
32. Dornoch
33. Alness
34. Muir of Ord
35. Inverness
36. Cawdor
37. Brodie Castle
38. Carrbridge
39. Kingussie
40. Blair Castle
41. Pitlochry
42. Braemar
43. Balmoral Castle
44. Royal Lochnagar Distillary
45. Ballater
46. Kildrummy Castle
47. Dufftown
48. Strathisla Distillery
49. Dunnottar Castle
50. Glamis Castle
51. Dundee
52. St. Andrews
53. Perth
54. Drummond Castle
55. Rob Roy
56. Stirling Castle
57. Linlithgow
58. City of Edinburgh
59. Galashiels, The Scottish borders
60. Melrose
61. Dryburgh, Clintmains
62. Kelso
63. Jedburgh
64. Newcastle